Muttner BärgSunntig

Muttner BärgSunntig

   mit 2 CDs zur Muttner Mundart,

    1001 Dialektwörter im Anhang.
    228 Seiten.

    ISBN: 978-3-85637-470-9

    Herausgeber: Walserverein Mutten / Erwin Wyss
    CHF 39.-

 

   

 

Seit Juni 2015 ist ein neues Buch unter dem Titel „Muttner BärgSunntig“ auf dem Markt. Das Buch befasst sich besonders mit der Muttner Walsersprache und enthält im Anhang 1001 Muttner Dialektwörter. Es enthält eine Vielfalt von interes- santen Themen sowohl in Schriftsprache als auch in Mundart. Dem Buch liegen zwei CD’s bei, die das Lesen in Dialekt unterstützen. Eingeleistet werden die Texte mit dem Soloklarinettisten Domenig Janett, welches den 1935 komponierten Schottisch „Muttner Bergsunntig“ von Heinz Brunner spielt.

 

  Vorwort

Die Muttner Mundart ist akut gefährdet. Nein, die Muttner Sprache stirbt aus. Das klingt  dramatisch. Ist es auch. Wenigstens für die, die sie noch gebrauchen. Aber auch für die, die auswärts wohnen und beim Nachhausekommen nicht mehr daheim sind. Bei der Sprachverwendung geht es besonders auch ums Echo, also ums Antworten in eben dieser Sprache. Und dieser vertraute einstige Klang ist im Dorf nur noch ansatzweise zu hören. 700 Jahre hat sie den Stürmen der Zeit getrotzt. Nun liegen zwischen der selbstverständlichen flächendeckenden Verwendung der Muttersprache und deren Verlust nicht mehr als ein halbes Jahrhundert. Das bedeutet für das Dorf den Verlust eines der höchsten Güter überhaupt. Sprache ist Heimat. Sprache ist Erinnerung. Sprache ist Erlebnis. Sprache ist Identität. Sprache ist Leben.

Dr. Heinz Brunner, Arzt und Komponist

Die geneigte Leserschaft fragt sich mit Recht, wie ich dazu komme, eine derart niederschmetternde These in den Raum zu stellen. Da lassen wir die Zahlen sprechen, die dem Walserdialekt im Bergdorf keine Chance lassen: Von den ständig in Mutten lebenden 69 Personen in 26 Haushalten sind 14 Erwachsene in Mutten gross geworden. Von den 19 (Ehe)paaren sind bei dreien beide Partner aus Mutten, bei sechs Paaren ist die Frau eine Auswärtige und bei zehn Paaren kommen beide von auswärts. Die 18 in Mutten lebenden Kinder bis zum 16. Altersjahr stammen alle von auswärtigen Eltern. 54 von 69 Personen reden also kein Muttnertitsch.